Monika's BLOG

Rund um die Themen Selbstfürsorge, Stressbewältigung und Achtsamkeit.

Wenn die Seele durch den Körper spricht

Körper Geist Seele

Wenn die Seele durch den Körper spricht

Es ist eine alte Volksweisheit, dass Körper, Geist und Seele zusammenhängen – und dass Emotionen den Körper stark beeinflussen können. Klar ist auch: Wird die Seele missachtet, leidet der Körper. Die Alltagssprache und einige Redensarten liefern darüber seit Jahrhunderten ein sehr beredtes Zeugnis ab. Wenn uns etwas unter die Haut oder an die Nieren geht, die Sprache verschlägt oder uns das Herz in die Hose rutscht – hinter solchen Redensarten verbergen sich erstaunlich oft physiologische Vorgänge. Oder kurz gesagt: Wenn die Seele durch den Körper spricht. 

Du kennst sicherlich auch Redensarten wie die folgenden, in denen sich dieser enge Zusammenhang widerspiegelt:

  • „Da bleibt mir die Luft weg.“
  • „Das Herz schlägt mir bis zum Halse.“
  • „Mein Hals ist wie zugeschnürt.“
  • „Mir dreht sich der Magen um.“

Schon Platon sagte übrigens:

„Willst du den Körper heilen, musst du zuerst die Seele heilen.“


Interessante Fakten

Wusstest du übrigens, dass bei einem Viertel aller Patienten keine oder keine ausreichenden organischen Ursachen gefunden werden? Trotz ausführlicher Untersuchungen und moderner Medizin.

In Folge laufen die Betroffenen von Arzt zu Arzt, weil sie die Diagnose „ohne Befund“ einfach nicht glauben können – es muss doch eine Ursache für die Beschwerden geben! Häufig entstehen tatsächlich eine tiefe Verzweiflung und das Gefühl, als Simulant abgestempelt zu werden. Dabei sind die Beschwerden real und tatsächlich vorhanden.

Tatsächlich sind Kopfschmerzen und viele Rückenprobleme häufig gar nicht auf eine organische bzw. orthopädische Ursache zurückzuführen, sondern auf Stress. Denn die Anspannung sorgt dafür, dass sich die Haltung verändert und Verspannungen, vor allem in den Schultern, im Nacken und im Rücken entstehen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Stress im Beruf schon vor vielen Jahren zu einer der größten Gefahren des 21. Jahrhunderts erklärt. 

Aus diesem Grund suchen auch immer mehr Menschen nach einer ganzheitlichen Erklärung und Behandlung ihrer Beschwerden – vielleicht auch du? Hast du dir schon einmal überlegt, dass die Seele durch den Körper spricht? Medizinisch spricht man hier von psychosomatischen Beschwerden.

Du kennst bestimmt auch diesen Spruch von Ulrich Schaffner:

"Geh Du vor", sagte die Seele zum Körper, "auf mich hört er nicht. Vielleicht hört er auf Dich." - "Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für Dich haben", sagte der Körper zur Seele.

Ich kenne das übrigens auch...

Meine Haut reagiert sofort, wenn ich nicht in Balance bin oder etwas gegessen habe, das ich nicht vertrage. Ja, du liest richtig - obwohl ich alle Mechanismen kenne und sehr auf meine Selbstfürsorge und Balance achte… bin ich selbst auch betroffen. Deswegen kann ich meine Klient:innen und Patient:innen so gut verstehen. Das Gefühl der Hilflosigkeit. Das Ohnmachtsgefühl. Der Gedanke "nicht schon wieder...".

Ich persönlich habe zum Beispiel eine Unverträglichkeit mit Zitrusfrüchten. Du glaubst gar nicht, wo inzwischen überall Zitronensaftkonzentrat drinnen ist: Frischkäse, Pesto, in Säften sowieso. Natürlich frage ich im Restaurant immer… trotzdem passiert es, dass ich im Nachgang Probleme habe. Ich glaube, dass das Personal wirklich gewissenhaft ist und überlegt, ob sie Zitrus genutzt haben - aber einfach nicht daran denkt, dass in den genutzten Zutaten Zitrus enthalten sein könnte. In Griechenland werde ich auch oft gefragt: Ohne Zitrone… kein Problem… aber Olivenöl mit Zitrone… das geht doch, oder? Nein? Wirklich nicht? 

Da hatte ich schon die interessantesten Unterhaltungen 😂. Zum Glück spreche ich ein wenig griechisch und kann es erklären.

Der ganze Körper kann mit unterschiedlichsten Symptomen betroffen sein - ich habe ein paar Bereich herausgesucht, die häufig betroffen sind.

Welche Organe häufig betroffen sind und Tipps dazu:

Das Herz

Das Herz kann nicht nur vor Freude hüpfen oder am rechten Fleck sein, sondern es kann auch schwer sein vor Schmerz oder durch Stress oder Kummer „brechen“. Es schlägt uns vor Aufregung bis zum Hals, bleibt vor Schreck fast stehen, rutsch uns vor Angst in die Hose, zerspringt vor Glück… plastische Beispiele, oder?

Doch was geschieht im Herzen eigentlich? Warum ist es betroffen, manchmal sogar bis hin zur Herzphobie, der Todesangst trotz gesunden Herzens?

Die Erklärung ist eigentlich recht einfach: Jede körperliche oder seelische Belastung erhöht die Aktivität des Herzens. So beschleunigt sich bei Stress, Ärger, Angst oder anderen Emotionen der Herzschlag, der Blutkreislauf steigt und die Pumpleistung des Herzens wird erhöht. Das empfindest du dann zum Beispiel als Herzklopfen, Herzstolpern, Schmerzen in der Brust, Engegefühl oder anderen Symptomen. Wer dieses Symptome kennt meint häufig, sich besonders schonen zu müssen – mit fatalen Folgen für den Organismus: Das Herz meldet sich immer früher, auch schon bei geringen Belastungen, da es untrainiert ist. Bewegung und Konditionstraining (bitte in Absprache mit deinem behandelnden Arzt!) können dazu beitragen, dein Herz wieder leistungsfähiger zu machen.

Wenn der Blutdruck entgleist

Häufige Ursache für zu hohen Blutdruck sind Stress und Ärger. Vielleicht warst du auch schon „auf 180“?

Das Herz pumpt das Blut zur Versorgung des Körpers mit Sauerstoff und Nährstoffen in unseren Blutkreislauf und die Gefäße. Wenn du „auf 180“ bist, gerät das Blut in Wallung oder es kocht in deinen Adern. Um hier Abhilfe zu schaffen, sind Entspannungsverfahren hilfreich – und natürlich die von mir heiß geliebten und immer wieder angesprochenen Atemübungen. Schau doch mal bei einem Blogartikel vorbei: Atmen - DIE Strategie für fast jede Lebenslage

Die Haut – Spiegel der Seele

Die Haut ist unser Kontaktorgan zur Umwelt – jedem Menschen sind körperliche Berührungen wichtig, sie schaffen Nähe. Über die Haut nehmen wir auch viele Empfindungen wahr: Kälte, Wärme, Brennen, ein Windhauch, Jucken, Schmerz und vieles mehr.

Leider kennen jedoch auch viele Menschen das Gefühl, sich in ihrer Haut nicht wohlzufühlen. Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte, Ekzeme mit Juckreiz und Schmerzen sind typische psychosomatische Erkrankungen. Häufig führen sie zu einem verminderten Selbstwertgefühl und auch zu sozialen Kontaktproblemen - und belasten die Psyche.

Es gibt unendlich viele Redewendungen zu dem Thema: Wir sind dünnhäutig, haben ein dickes Fell, laufen vor Scham oder Verlegenheit rot an oder erblassen vor Neid, könnten aus der Haut fahren – manchmal geht uns auch etwas tief unter die Haut.

Bei psychischen Erkrankungen wie z. B. Depressionen, aber auch bei Stress oder Ärger treten häufig Hautprobleme auf, ebenso bei Nahrungsunverträglichkeiten. Psychische Faktoren können Hautkrankheiten begünstigen, auslösen, aufrechterhalten und verschlimmern.

Doch… was tun? Mit Kortison oder anderen Cremes arbeiten? Nun… das ist sicherlich manchmal unumgänglich. Doch es gilt, die Ursache zu bearbeiten, neue Sichtweisen zu erarbeiten und etwas für das Wohlbefinden und die Entspannung zu tun.

Verdauung – von Reizdarm und dem Bauchgefühl

Wir entscheiden häufig aus dem Bauch heraus, uns liegt etwas schwer im Magen, wir haben „Schiss“.

Der Reizdarm und der Reizmagen sind eine weit verbreitete Diagnose, sofern eine betroffene Person mit diesen Beschwerden zum Arzt geht. Die überwiegende Mehrheit mit einer Reizdarmsymptomatik erlebt die Beschwerden jedoch nicht als krankhaft und geht zum Arzt. Allerdings führen sie oft zu Beeinträchtigungen im sozialen Leben, wenn zum Beispiel aus Angst vor Durchfall der Aktionsradius eingeschränkt wird und die Unsicherheit bezüglich der nächstgelegenen Toilette das Denken bestimmt.

Stress und kritische Lebensereignisse können neben vielen anderen Faktoren ein Auslöser sein. Leider gibt es kaum erprobte und bewährte Behandlungsstrategien. Auch hier werden Entspannungstraining, Stressbewältigungstraining und Training sozialer Kompetenzen empfohlen. Aber auch Ernährungsumstellung und Verzicht auf bestimmte Lebensmittel.

Wenn die Ohren dröhnen… oder es in ihnen pfeift

Einen Tinnitus kennen die meisten Menschen, fast jeder hat es schon einmal erlebt, wenn das Ohr zugeht und auf einmal ein Klingeln oder Pfeifen im Ohr ist. Zum Glück geht es häufig sehr schnell von alleine weg. Doch manchmal… bleibt das Geräusch, das von innen, aus dem Ohr selbst kommt. Es löst großen inneren Stress aus – und wird häufig durch äußeren Stress ausgelöst.

Die engen Zusammenhänge zwischen den Ohren und der Psyche belegen viele Redewendungen:

  • „Ich bin ganz Ohr.“
  • „Ich habe für dich immer ein offenes Ohr.“
  •  „Ich möchte um Gehör bitten.“

Wir können nur mit halbem Ohr zuhören, die Ohren spitzen oder auf einem Ohr taub sein und dem anderen Ohr etwas hineinlassen… und: wer hat nicht viel um die Ohren?

Um wieder eine bessere Lebensqualität zu erreichen, wird häufig mit der Umlenkung der Aufmerksamkeit auf angenehme Inhalte gearbeitet und dadurch den Tinnitus auszublenden. Eine tolle Möglichkeit sind die Klangschalenmassage oder Human Therapy, eine gezielte Körper-Punkt-Aktivierung auf dem bekleideten Körper. Sinnvoll ist auch die Arbeit an Glaubenssätzen bzw. den inneren Antreibern sowie ergänzend Entspannungstechniken.

Freier Kopf - freie Gedanken

Was du tun kannst

Dies alles ist nur ein Teil der möglichen Organe, wenn die Seele durch den Körper spricht. Es ist ein sehr komplexes Thema und es gibt wirklich viele Interpretations- und Behandlungsmöglichkeiten.

Einige Möglichkeiten, was du selbst als Betoffene(r) tun kannst, habe ich bei den Beispielen mit aufgeführt.

Der erste Schritt zu einer Besserung ist die Akzeptanz, dass es so ist, wie es ist. Weder Du selbst bist ein Simulant noch jemand, den du kennst und betroffen ist. Die Beschwerden sind da und real.

Der nächste Schritt ist zu überlegen, was die eigentliche, darunterliegende Ursache der Symptome ist, z. B. Stress, Ärger, Enttäuschung, Veränderungen, etc. - also die krank machenden Lebensbedingungen herauszufinden. Denn dann kannst du wirklich aktiv etwas dafür tun, dass es dir künftig besser geht.

Ich persönlich setze gern auf das Prinzip „Prävention statt Symptombehandlung“. Es ist wichtig, aus dem auslösenden Hamsterrad auszubrechen - lies auch gern dazu meinen Artikel "Ausbruch aus dem Hamsterrad". Abgesehen von Gesprächs-/ Verhaltentheapie arbeite ich auch sehr gern mit Human Therapy.

Doch dazu… demnächst mehr in diesem Blog - mit einem tollen Angebot für den Monat November. Hüpf' gern in meinen Newsletter, damit du keine Informationen verpasst.

Ausbruch Hamsterrad
{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Der kürzeste Weg in meine E-Mail-Liste

Du möchtest kostenlos Anregungen und Tipps direkt in Dein Postfach bekommen? Meine Themen sind rund um Selbstfürsorge, Stressbewältigung und Achtsamkeit. Hier geht's zur Anmeldung:

>