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Rund um die Themen Selbstwert, Selbstfürsorge, Stressbewältigung und Achtsamkeit.

Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit
Veröffentlicht am 8. September 2023

Selbstwirksamkeit - oder: die Kraft des Glaubens an sich selbst

Die Selbstwirksamkeit beschreibt die Überzeugung, dass wir als Individuen in der Lage sind, unser Leben aktiv zu gestalten und Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Diese innere Überzeugung beeinflusst maßgeblich unser Verhalten, unsere Denkweise und unsere Emotionen. Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit neigen dazu, mit Zuversicht an Aufgaben heranzugehen, während jene mit niedriger Selbstwirksamkeit sich häufig unsicher und hilflos fühlen.

In diesem Blogartikel geht es um die Bedeutung der Selbstwirksamkeit, ihre Auswirkungen auf unser Leben und natürlich gebe ich dir wieder einige wertvolle Tipps, wie du sie stärken kannst.

Was bedeutet der Begriff "Selbstwirksamkeit" eigentlich?

Selbstwirksamkeit ist ein Begriff, der von dem renommierten Psychologen Albert Bandura (1925 bis 2021) geprägt wurde. Er gilt als einer der einflussreichsten Psychologen des 20. Jahrhunderts und seine Arbeit hat die Psychologie und die Verhaltenswissenschaften stark beeinflusst. Laut seiner Theorie beeinflusst die Selbstwirksamkeit, wie wir uns Herausforderungen nähern, mit Stress umgehen und letztendlich unsere Ziele erreichen. Wenn wir an unsere Fähigkeiten glauben und uns als handlungsfähig wahrnehmen, sind wir motivierter, uns Herausforderungen zu stellen, Rückschläge zu überwinden und unser volles Potenzial auszuschöpfen.

Im Wesentlichen geht es bei der Selbstwirksamkeit also darum, inwieweit du glaubst, dass deine eigenen Handlungen einen Einfluss auf das Geschehen in deinem Leben haben. Ein Mensch mit hoher Selbstwirksamkeit geht wie schon beschrieben davon aus, dass er durch Anstrengung, Fähigkeiten und Beharrlichkeit in der Lage ist, Herausforderungen zu bewältigen und Ziele zu erreichen.

Wie unterscheidet sich Selbstwirksamkeit von Selbstvertrauen oder Selbstbewusstsein?

Selbstwirksamkeit 

Die Selbstwirksamkeit ist das Vertrauen in deine Fähigkeiten, bestimmte Aufgaben erfolgreich zu bewältigen. Es geht um die Überzeugung, dass deine Handlungen Einfluss auf die Ergebnisse haben. Zum Beispiel, wenn du glaubst, dass du durch Anstrengung und Lernen Matheprobleme lösen oder durch Training einen Marathon laufen kannst, dann zeigst du Selbstwirksamkeit.

Selbstvertrauen 

Das Selbstvertrauen ist das allgemeine Vertrauen in dich selbst und deine Fähigkeiten, ohne auf spezifische Aufgaben einzugehen. Es ist ein übergeordneter Glaube daran, dass du grundsätzlich in der Lage bist, Herausforderungen anzugehen. Wenn du sagst: "Ich habe Vertrauen in meine Fähigkeit, mich neuen Situationen anzupassen", dann sprichst du über Selbstvertrauen.

Selbstbewusstsein 

Das Selbstbewusstsein hingegen dreht sich um dein Bewusstsein für deine eigene Identität, deine Stärken, Schwächen und Werte. Es geht darum, dich selbst gut zu kennen und akzeptieren zu können. Wenn du sagst: "Ich weiß, wer ich bin und stehe zu meinen Entscheidungen", dann beschreibst du Selbstbewusstsein.

Zusammengefasst

Selbstwirksamkeit betrifft die Überzeugung, dass du bestimmte Dinge tun kannst, Selbstvertrauen ist das generelle Vertrauen in dich selbst, und Selbstbewusstsein dreht sich um dein Bewusstsein und deine Akzeptanz deiner eigenen Identität.

Faktoren, welche die Selbstwirksamkeit beeinflussen oder bestimmen

Folgende Faktoren können deine Selbstwirksamkeit beeinflussen:

  • Erfahrungen der Vergangenheit: Deine bisherigen Erfahrungen haben einen großen Einfluss auf deine Selbstwirksamkeit. Wenn du früher schon öfter gemerkt hast, dass du Dinge erfolgreich meistern kannst, stärkt das dein Vertrauen in deine Fähigkeiten.
  • Vorbilder und Modelle: Menschen um dich herum, die ähnliche Herausforderungen gemeistert haben, können inspirierend wirken. Wenn du siehst, dass andere es geschafft haben, denkst du: "Hey, vielleicht kann ich das auch."
  • Feedback und Anerkennung: Wenn du positives Feedback für deine Leistungen bekommst, steigert das deine Selbstwirksamkeit. Es bestätigt, dass deine Anstrengungen zu guten Ergebnissen führen können.
  • Emotionale Zustände: Deine aktuellen Gefühle und Emotionen können deine Selbstwirksamkeit beeinflussen. In Momenten, in denen du dich gestresst oder unsicher fühlst, kann deine Überzeugung, Aufgaben zu bewältigen, sinken.
  • Mentale Vorstellungen: Wie du dir selbst Situationen vorstellst, beeinflusst deine Selbstwirksamkeit. Wenn du dir bildlich ausmalst, wie du erfolgreich eine Aufgabe bewältigst, kann das dein Selbstvertrauen stärken.
  • Soziale Unterstützung: Das Umfeld, in dem du dich befindest, spielt auch eine Rolle. Wenn Freunde, Familie oder Kollegen dich ermutigen und an dich glauben, kann das deine Selbstwirksamkeit positiv beeinflussen.
  • Lernprozesse: Wenn du siehst, dass deine Anstrengungen tatsächlich zu Fortschritten führen und du etwas Neues lernst, steigert das dein Selbstvertrauen in deine Fähigkeiten.
  • Persönliche Überzeugungen: Deine eigenen Gedanken und inneren Überzeugungen beeinflussen deine Selbstwirksamkeit. Wenn du dir selbst einredest, dass du etwas nicht schaffen kannst, kann das deine Fähigkeit, es zu erreichen, einschränken.
  • Bewältigungsstrategien: Die Strategien, die du anwendest, um mit Stress und Herausforderungen umzugehen, können deine Selbstwirksamkeit beeinflussen. Wenn du effektive Wege findest, mit Schwierigkeiten umzugehen, stärkt das dein Vertrauen.

All diese Faktoren arbeiten zusammen und beeinflussen, wie du dich selbst und deine Fähigkeiten wahrnimmst. Ich finde, es hat etwas von einem Puzzle, bei dem jedes Stückchen einen Beitrag dazu leistet, wie du dich in verschiedenen Situationen siehst.

Selbstwirksamkeit in verschiedenen Lebensbereichen

Deine Selbstwirksamkeit kann je nach Lebensbereich variieren. Es ist wie ein buntes Mosaik – in jedem Bereich kannst du dich unterschiedlich stark fühlen:

  • Arbeit: Hier geht es um deine Überzeugung, berufliche Aufgaben zu bewältigen. Du könntest in manchen Arbeitsbereichen, in denen du mehr Erfahrung hast, höhere Selbstwirksamkeit fühlen. In neuen Projekten könntest du jedoch anfänglich weniger Zuversicht haben. Doch auch,  wenn du nicht immer alle Antworten kennst - glaube daran, dass du die Kompetenz hast, um Lösungen zu finden.
  • Beziehungen: Eine starke Selbstwirksamkeit führt zu einem positiven Selbstbild und fördert ein gesundes Selbstbewusstsein. Dadurch bist du besser in der Lage, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen und deine eigenen Bedürfnisse auszudrücken. In zwischenmenschlichen Beziehungen kann deine Selbstwirksamkeit auch schwanken. Wirst du gehört und gesehen? Es kann sein, dass du großartig kochen kannst - wenn du dich jedoch mit jemand unterhältst, den das überhaupt nicht interessiert und stattdessen ein Computernerd ist... werden beide Seiten das Gefühl haben, dass niemand sie versteht oder ihre Themen auf kein Interesse stoßen. 
  • Gesundheit: Hier geht es darum, wie sehr du glaubst, deine Gesundheit beeinflussen zu können. Du könntest in einem Bereich, wie gesunde Ernährung, starke Selbstwirksamkeit haben, während es in anderen Bereichen, wie Stressbewältigung, geringer sein könnte. Du hast es jedoch selbst in der Hand, daran etwas zu tun und einen gesünderen Lebensstil umzusetzen.
  • Persönliche Ziele: Deine Selbstwirksamkeit kann auch je nachdem variieren, welche persönlichen Ziele du verfolgst. Du könntest in deiner Freizeitgestaltung großes Selbstvertrauen haben, während du in anderen Bereichen noch am Aufbau arbeitest.

Jeder Lebensbereich bringt seine eigenen Herausforderungen und Chancen mit sich. Es ist völlig normal, dass du in manchen Bereichen stärker oder schwächer in deiner Selbstwirksamkeit empfindest. Das Wichtige ist, dass du daran arbeitest, deine Zuversicht in jedem Bereich zu stärken, indem du dich unsicher fühlst. Vielleicht fragst du dich jetzt, wie das gehen soll?

Wie du deine Selbstwirksamkeit stärken kannst

Gerne gebe ich dir hier ein paar Tipps und Strategien an die Hand, wie du deine Selbstwirksamkeit stärken kannst:

Kleine Schritte setzen

Fang erstmal mit kleineren Zielen an. Wenn du diese erreichst, spürst du den Erfolg und das baut langsam dein Vertrauen in deine Fähigkeiten auf.

Erfolge reflektieren

Schau zurück auf Dinge, die du bereits gemeistert hast, egal wie klein sie auch waren. Das erinnert dich daran, dass du schon viele Dinge geschafft hast.

Lernen und Üben

Bildung und Übung sind wie Booster für Selbstwirksamkeit. Wenn du dich in etwas einarbeitest und es immer wieder übst, wirst du dich kompetenter fühlen.

Positives Selbstgespräch

Achte darauf, wie du mit dir selbst redest. Ersetze negative Gedanken durch positive. Wenn du sagst "Ich kann das nicht", probiere mal "Ich kann das lernen, wenn ich mich anstrenge."

Entwickle Bewältigungsstrategien

Finde heraus, wie du mit Stress oder Herausforderungen umgehen kannst. Wenn du Wege findest, wie du schwierige Situationen bewältigen kannst, steigert das deine Zuversicht.

Fordere dich selbst heraus

Wage dich aus deiner Komfortzone heraus. Wenn du neue Dinge ausprobierst, erweiterst du deine Erfahrungen und zeigst dir selbst, dass du flexibel bist.

Visualisiere positive Erfahrungen

Stell dir bildlich vor, wie du erfolgreich eine Aufgabe meisterst. Das hilft, das Vertrauen in deine Fähigkeiten aufzubauen.

Schaffe dir ein Positives Umfeld

Umgebe dich mit Menschen, die dich ermutigen und unterstützen. Ein unterstützendes Netzwerk kann dir helfen, dein Selbstvertrauen zu stärken.

Siehe Fehler als Lernchance

Statt Fehler als Versagen zu betrachten, sieh sie als Lernchance. Jeder Fehler bringt dich näher an das, was du erreichen möchtest.

Selbstfürsorge

Kümmere dich um deine körperliche und mentale Gesundheit. Wenn du dich gut fühlst, steigt deine Zuversicht in deine Fähigkeiten. Ich finde diesen Faktor sehr, sehr wichtig.

Feiere deine Erfolge

Du darfst deine Erfolge feiern, egal wie klein ich auch sein mögen - denn für dich war es ein großer Schritt und das bestärkt dein Gefühl, Dinge erreichen zu können.

Habe Geduld

Selbstwirksamkeit wächst nicht über Nacht. Gib dir Zeit, Schritt für Schritt daran zu arbeiten und sei geduldig mit dir selbst. Denke stets daran: Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden.

Selbstwirksamkeit

Ein Wort zum Schluss

Die Selbstwirksamkeit ist eng verknüpft mit der Fähigkeitenpräsenz. Sie wächst mit der Zeit und ist ein Faktor eines gesunden Selbstwertgefühls, einem Schwerpunkt in meiner Praxis. Vielleicht helfen die schon die genannten Strategien und Übungen, um Schritt für Schritt dein Vertrauen in deine Fähigkeiten zu stärken. Ich würde mich freuen, wenn du etwas für dich aus dem Artikel herausziehen konntest - und freue mich natürlich auch, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt mit Gedanken zum Thema.

Du möchtest mehr und brauchst konkrete Übungen und Werkzeuge? Natürlich unterstütze ich dich auch gerne dabei:

Stöbere auch gern hier im Blog, es gibt bereits viele Tipps zu dem Thema.

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Wer schreibt hier eigentlich?

Ich bin Monika Neuwinger, Heilpraktikerin (Psychotherapie) und deine Expertin zu den Themen Selbstwertstärkung sowie Stressbewältigung und Veränderungsprozesse. 


Manche sagen auch liebevoll über mich "Erste-Hilfe-Leisterin" bei stressigen (Job-)Situationen und "ReAnimateurin" bei Rückfällen in alte Verhaltensmuster.


Mehr zu mir, meiner Praxis und meiner Arbeit findest du auf meiner "Über Mich"-Seite.

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